Verfahrenstechnische Produktion FH Oberösterreich

Meine Erfahrung

Stephan, 23.10.2020

Verfahrenstechnische Produktion

Bewertung des Autors
3.0 / 5
  • Studieninhalte 2.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 3.0 / 5.0
  • Dozenten 4.0 / 5.0
  • Organisation 4.0 / 5.0
  • Ausstattung 4.0 / 5.0
  • Campusleben 1.0 / 5.0
Ich wollte dieses Studium eigentlich nicht bewerten, aber nachdem ich in letzter Zeit immer mehr Werbung für das Studium in lokalen Medien sehe, die eigentlich ein falsches Bild vermitteln, will ich mich nun doch dazu äußern. Beworben als Verfahrenstechnik Bachelor ist das Studium in Wahrheit ein halber Verfahrenstechnik Bachelor, verwässert mit einem Sammelsurium an zusammenhanglosen 2 ECTS Fächern, den sogenannten Produktionsfächern. Der Studienalltag gestaltet sich so, dass man eine Woche lang Wärmelehre lernt, die Woche drauf dann BWL und die darauffolgende Woche dann Arbeitsrecht. Alles nur ins Kurzzeitgedächnis prügeln, Prüfung schreiben, vergessen - man braucht es ohnehin nicht mehr, weil die Fächer nicht aufbauend sind. Jedes Semester kommt dann noch Englischunterricht auf HTL Niveau dazu. Im Labor/Technikum verbringt man in dem Studium ungefähr gleich viele Tage wie in Kommunikationsseminaren. Man könnte glauben, dass, wenn man alle möglichen Fächer ein bisschen an der Oberfläche ankratzt, man sich zum Schluss überall auskennt. Erreicht wird damit meist leider das Gegenteil. Und ehrlich-gesagt: man hat auch oft gar nicht die Zeit, sich auf ein Fach gewissenhaft vorzubereiten - gerade wenn man nebenberuflich studiert. Nun sind wir auch beim eigentlichen Grund für den Fächermix in dem Studium: die Studierbarkeit. Berufsbegleitend geht in 6 Semestern einfach nicht mehr. Zum Vergleich: In Deutschland dauern berufsbegleitende technische Bsc-Studiengänge gerne mal 12 statt 6 Semestern. In Wels werden halt die technischen Inhalte (auf Kosten des Tiefganges) auf die Hälfte reduziert. Wem ich dieses Studium empfehlen würde: Dieses Studium ist zu 100% für berufstätige ausgelegt. Für berufstätige, die in ihrer Firma bleiben möchten (bzw. fach-einschlägig wechseln), können sich mit dem Abschluss sicher tolle Aufstiegsmöglichkeiten ergeben. Vollzeitstudenten, die tatsächlich Verfahrenstechnik studieren möchten (Chemie und Physik für die industrielle Zukunft – wie auf der FH homepage beworben) würde ich entschieden zu einem TU Studium raten. Zumal man in Wels keinen Master in Verfahrenstechnik machen kann und dann ohnehin auf die TU wechseln müsste.

Pro: Studierbarkeit

Kontra: Keine Neigungsqualifzierungen, Oberflächlich

Stephan (31-35)

Karrierestufe: mit Berufserfahrung

Verfahrenstechnische Produktion

FH Oberösterreich

Abschluss: Ja

Studienbeginn: 2014

Weiterempfehlung: Nein

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