Rechtswissenschaften Uni Innsbruck

Hart, aber nicht immer fair. Wie das Leben!

Gregor, 30.03.2020

Rechtswissenschaften

Bewertung des Autors
2.5 / 5
  • Studieninhalte 4.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 2.0 / 5.0
  • Dozenten 3.0 / 5.0
  • Organisation 1.0 / 5.0
  • Ausstattung 3.0 / 5.0
  • Campusleben 2.0 / 5.0
Man lernt (oder hört wenigstens) während des Studiums eigentlich von fast jedem Rechtsgebiet etwas. Der Fokus liegt dabei auf dem Zivilrecht (wo auch die härtesten Prüfungen angesiedelt sind). Die Prüfungen sind aber alle recht groß (die meisten Prüfungen haben >500 Seiten Stoff, der auch detailiert abgefragt wird). Das ermöglicht Flexibilität, weil man nicht viele kleine Prüfungen, sondern pro Semester nur 1-3 Prüfungen stofflich einteilen muss. Wenn man sich davon löst, noch im selben Jahrzehnt (!) fertig werden zu wollen, ist das Studium deshalb auch gut berufsbegleitend machbar, auch weil es praktisch keine Anwesenheitspflicht gibt. Das größte Manko sind sicher die Organisation: Will man halbwegs zügig fertig werden (durchschnittliche Studiendauer beträgt ca 12 (!) Semester), muss man wenig Stoff in kurzer Zeit lernen und seine Ansprüche auf Vollständigkeit und Verständnis idR vollkommen über Bord werfen. Die Professoren müssen in viel zu kurzer Zeit viel zu viel Stoff lehren und vor allem prüfen. Das kann neben der erdrückenden Arbeitsbelastung teilweise auch psychisch ziemlich hart werden, besonders wenn man trotz intensivem Lernen, standardmäßig 1-2x "fliegt". Die Prüfungen werden streng bewertet (Durchfallsquote idR mindestens 60 %; bei den Erstantritten sicher mehr). Allerdings legt man sich so ein, für die Praxis durchaus wichtiges, dickes Fell zu. Dementsprechend sind auch die Studenten (m/w/d) meistens eher auf Konkurrenz und Einzelkämpfertum eingestellt. Dazu sind die Lehrveranstaltungen einfach zu großgliedrig und individuell zusammenstellbar: Man sieht seine neuen Kollegen aus dem ersten Semester idR erst nach dem Studium in der Praxis wieder. Wenn man diese Dinge mit Humor nimmt und bereit ist, einen großen Teil seines Soziallebens für einige Semester (nicht unbedingt durchgehend), beiseite zu legen, kann in einem der wohl härtestens Studien aber nicht nur fachlich, sondern auch persönlich wachsen.

Pro: Man wird fürs spätere Leben abgehärtet

Kontra: Sehr schlechter Studienaufbau: viel zu große Prüfungen!

Gregor (26-30)

Karrierestufe: Berufseinsteiger

Rechtswissenschaften

Uni Innsbruck

Abschluss: Ja

Studienbeginn: 2010

Weiterempfehlung: Ja

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Aktuelle Bewertungen des Lehrgangs

Sehr gute, vor allem im sozialen Bereich! 3.5 / 5.0
Für Jus nicht empfehlenswert 2.3 / 5.0
Ein Stern im Grunde noch zu viel… 1.3 / 5.0
Ungenügend 1.0 / 5.0