Psychologie Uni Wien

Psychologie ohne jegliche praktische Anwendung

Corinna, 28.10.2020

Psychologie

Bewertung des Autors
3.2 / 5
  • Studieninhalte 3.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 2.0 / 5.0
  • Dozenten 3.0 / 5.0
  • Organisation 4.0 / 5.0
  • Ausstattung 3.0 / 5.0
  • Campusleben 4.0 / 5.0
Wenn man gerne etwas studieren möchte, das einem praktisch anwendbares Wissen vermittelt, ist man hier falsch. Das Psychologiestudium an der Uni Wien besteht zu einem Großteil darin, Texte/Bücher/Folien auswendig zu lernen und dann in Multiple Choice Prüfungen widerzugeben. Dadurch, dass es oft so viel Stoff zu lernen gibt fehlt oft die Zeit, sich tiefergehend mit den Inhalten auseinanderzusetzen und so findet meist eher ein "Bulimie-Lernen" statt, bei dem man das Meiste nach kurzer Zeit wieder vergisst. Allgemein würde ich das Studium Leuten empfehlen, die ein großes Interesse an psychologischer Forschung haben, denn das ist es letztendlich worum es hier geht. Praktisch anwendbares Wissen zu Themen wie Gesprächsführung oder dem Umgang mit psychisch kranken Menschen wird hier nur sehr leicht angeschnitten. Die Seminare waren im Bachelor zu 80% so aufgebaut, dass in der ersten Stunde des Semesters Referatsthemen verteilt wurden und dann für den Rest des Semesters jede Stunde die Studierenden Referate gehalten haben, also quasi selbst den Unterricht geführt haben. Viel Dialog oder sinnvoller Austausch hat meiner Meinung nicht stattgefunden, obwohl es die Möglichkeit ja gegeben hätte. An sich ist die Psychologie ein wahnsinnig interessantes Feld, doch ich hatte oft den EIndruck, als würde die Uni Wien versuchen, einem Steine in den Weg zu legen und das Studium extra uninteressant und frustrierend aufzubauen. Der Stoff ist auf intellektueller Ebene nicht sehr anspruchsvoll, aber man braucht ganz viel Durchhaltevermögen und eine hohe Frustrationstoleranz, um sich durch 6 Semester auswendig lernen durchzukämpfen. Die Dozenten habe ich meistens als unterstützend empfunden, auch wenn der Kontakt sehr anonym war, man kennt sich eher nicht vom Namen, höchsten vom sehen. Aber auf Emails wurde meistens schnell geantwortet. Ich habe meinen Bachelor abgeschlossen mit dem Gefühl, nicht viel mehr gelernt zu haben, als ich mir auch selbst durch Lesen in meiner Freizeit hätte aneignen können. Wenn man also Spaß daran hat, sich viel mit theoretischen Konstrukten und Texten auseinanderzusetzen, gefällt einem das Studium denke ich. Wenn man gerne etwas Praktisches lernen will und nach 6 Semester das Gefühl haben möchte, ein konkretes Skill erlernt zu haben, Finger weg! Ich für meinen Teil orientiere mich jetzt noch einmal in eine andere Studiuenrichtung um, die praktischer aufgebaut ist. Wenn ich die Zeit um 3 Jahre zurückdrehen könnte, würde ich mich eher nicht noch einmal für Psychologie an der Uni Wien entscheiden.

Pro: viel Stoff aus verschiedensten Fachbereichen, Wahlfächer, großes Kursangebot

Kontra: sehr einseitig, sehr theoretisch, viel auswendiglernen, sehr anonym

Corinna (14-25)

Karrierestufe: Student

Psychologie

Uni Wien

Abschluss: Ja

Studienbeginn: 2016

Weiterempfehlung: Nein

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