Molekulare Biotechnologie FH Campus Wien

Extrem zeitaufwendig, aber großteils interessant

Anonym, 01.12.2018

Molekulare Biotechnologie

Bewertung des Autors
2.8 / 5
  • Studieninhalte 4.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 3.0 / 5.0
  • Dozenten 5.0 / 5.0
  • Organisation 2.0 / 5.0
  • Ausstattung 2.0 / 5.0
  • Campusleben 1.0 / 5.0
Die Studieninhalte sind großteils recht interessant, man muss jedoch damit rechnen, dass auch ein großes Augenmerk auf Fächer wie Social Skills, BWL, Privatrecht, öffentliches Recht, Qualitäts-&Prozessmanagment,... gelegt wird. Auch bei diesen Vorlesungen gilt, wie bei allen anderen VOs, eine 80%ige Anwesenheitspflicht. Generell ist die Anwesenheitspflicht ein großer Punkt. Hat man eine VO geblockt mit z.B. 4 Terminen & fehlt dabei 1 Mal, so ist man unter der erforderten Präsenzpflicht von 80% und somit verliert man einen Prüfungsantritt. Man hat also beim 1. Antritt eigentlich schon den 2. Der nächste Antritt ist dann bereits kommissionell. Es lässt sich sagen, dass man sich kein Versagen erlauben sollte. Schafft man einen Prüfungsantritt beim 1. Mal nicht, werden die 2. Antritte irgendwo "hineingezwickt", wo rundherum zig andere Prüfungstermine/Abgaben/Präsentationen/... zu erledigen sind. Bei Übungen, Seminaren & ILVs (Labore, Englisch, Social Skills, Bioinformatik, Statistik, Mathematik,..) herrscht außerdem sogar 100% Anwesenheit. Fehlen muss durch Kompensationsleistungen beglichen werden. Fehlt man bei einem Labor, kann dies im Normalfall nicht nachgeholt werden und es kann zum Verlust eines Jahres führen. Schafft man den 3. Antritt, also den kommissionellen Antritt, nicht, so muss man die Wiederholung eines Studienjahres beantragen. Ein solcher Antrag wird jedoch nur genehmigt, wenn die anderen Noten halbwegs gut sind. Ansonsten wird das Studium beendet. Ein großes Augenmerk wird auch auf "Social Skills" gelegt. Ein Fach, in dem man also seine sozialen Kompetenzen erweitern und lernen soll, im Team zu arbeiten. Ab Tag 1 hat man sehr oft Präsentationen zu machen. Ab Semester 3 wird es jedoch zur Hetzjagd. Fast jede Woche muss man in irgendeinem Fach irgendeine Präsentation oder Gruppenarbeit machen. Als introvertierter Mensch ist das ein absoluter Horror :( In den Gruppen entwickeln sich unangenehme Dynamiken, die dazu führen, dass sich StudienkollegInnen gegenseitig bevormunden wollen und einander noch mehr Stress machen, als das Studium ohnehin schon von selbst verursacht :( Generell ist die Organisation sehr unflexibel, man kann sich selbst absolut nichts einteilen, was den Stundenplan angeht - das Studium gibt vor, wie dein Leben & Alltag aussehen. Teilweise hat man 12 Stunden-Tage, an denen man zwar zwischendurch 2-3 Stunden Pause hat, man aber - wohnt man weiter weg - nicht heimfahren kann. Leider bietet die Marxbox auch sehr, sehr wenig Platz, um dort zwischendurch zu lernen, es gibt auch keine richtige Bibliothek. Gemütlich ist es auch nicht, eher sehr steril. Die Ferien sind kürzer als an der Uni und wenn man Prüfungen versemmelt hat, muss man diese aufwenden, um für den nächsten Antritt zu lernen. Man hat wirklich wenig Zeit zum durchatmen. Menschen, die sich von solchem Dauerstress leicht unterkriegen lassen, würde ich nicht unbedingt zu diesem Studium raten, da es sehr stark an die psychische Substanz geht. Wenn man dem jedoch gewachsen ist, dann hat das Studium sehr viel zu bieten. Der Großteil der Dozenten ist wirklich sehr kompetent und bemüht, die Inhalte interessant und anwendungsbezogen zu vermitteln. Auch die Labore machen viel Spaß. Man lernt viel, in kurzer Zeit und kommt recht schnell voran (sofern man mitkommt). Wäre alles etwas flexibler und freier für die StudentInnen, wäre das Studium wahrscheinlich mein Traum. So muss ich leider doch auf die mangelhafte Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse der StudentInnen hinweisen.

Pro: Guter Kontakt zu DozentInnen, großteils interessante & fachbezogene Inhalte

Kontra: Zu viel Anwesenheit, zu unflexibel, zu viele Gruppenarbeiten, zu viel Druck

Anonym (14-25)

Karrierestufe: Student

Molekulare Biotechnologie

FH Campus Wien

Abschluss: Ich studiere noch

Studienbeginn: 2017

Weiterempfehlung: Ja

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