Molekulare Biotechnologie FH Campus Wien

Katastrophale Organistation, keine Flexibilität

Maria, 15.09.2020

Molekulare Biotechnologie

Bewertung des Autors
2.0 / 5
  • Studieninhalte 3.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 2.0 / 5.0
  • Dozenten 3.0 / 5.0
  • Organisation 1.0 / 5.0
  • Ausstattung 2.0 / 5.0
  • Campusleben 1.0 / 5.0
Gleich vorweg: Ich habe die Hälfte des Studiums abgeschlossen und mich im 4. Semester entschieden, aufzuhören und stattdessen an einer Universität zu studieren. Der Irrglaube, dass an einer FH alles gut organisiert ist und man sich über Stundenpläne etc. keine Gedanken machen muss, trifft hier absolut nicht zu. Die Stundenpläne ändern sich ständig, privat kann man sich also nur schwer Zeit freischaufeln. Generell hat man oft Lücken von bis zu 7 Stunden oder mehr zwischen den LVs, die man auch an der FH nicht gut nutzen kann, da es nur einen winzig kleinen "Lernraum" in der Marxbox gibt und ansonsten keine Aufenthaltsräume für Studierende (außer eine kleine Couch am Gang neben den Toiletten). Wie schon jemand anderer auch beschrieben hat, wird man bei Fehlen bei geblockten LVs gleich mit dem Verlust von Prüfungsantritten bestraft. Aja, die Prüfungsantritte sind ja ein ganz eigenes Thema. Bei Terminvereinbarungen wird nur wenig Rücksicht auf die Wünsche der Studierenden genommen, die werden einfach so mal zwischen ganz viele andere Prüfungen, Abgaben und generell Anwesenheits-intensive LVs eingezwickt. Prinzipiell bietet die FH die Möglichkeit von fünf Prüfungsterminen pro Fach an, was aber oft nicht umgesetzt wird. Wenn ein Lehrender darauf keine Lust hat, dann gibt's nur das Minimum von 3 Antritten. Ist man also einmal krank und schafft man den nächsten Antritt nicht, dann hat man nur noch eine Chance, sonst verliert man ein Jahr. Das alles in Kombination mit den sinnlosen Fächern wie "Social Skills" etc., in denen unnatürliche soziale Gefüge erzwungen werden, führt zu einer enormen psychischen Belastung. Ich habe während der Zeit an dieser FH zum ersten Mal erlebt, was es bedeutet, regelmäßig Panikattacken zu bekommen und bin in eine tiefe Depression verfallen. Mich davon zu befreien und ein Universitätsstudium zu beginnen, in dem ich auch als Mensch mit Privatleben und individuellen Bedürfnissen noch existieren kann, war ein enormer Befreiungsschlag. Wer mit solchen hierarchischen Strukturen nicht gut umgehen kann und keine Lust hat, sich in eine derartig untergeordnet Rolle zu begeben, sollte keinesfalls ein Studium an dieser FH ergreifen. Die Studiengangsleitung kann außerdem mit Kritik nicht gut umgehen, weshalb nur wenige Studierende sich trauen, Anliegen/Wünsche/Beschwerden anzubringen. Es herrscht die allgemeine Angst, dass etwas auf einen zurückfallen könnte & man dafür persönliche Konsequenzen tragen muss. Das führt sogar so weit, dass Studierende einen anonymen Brief mit div. Kritikpunkten & Anliegen an die Studiengangsleitung geschickt haben. Die Folge dessen war eine heftige, unverständnisvolle Gegenreaktion von "denen da oben". Ein Dankeschön geht bei allem, was dort falsch läuft aber an die Sekretärin Frau Hablas. Sie versucht stets dieses Chaos im Rahmen zu halten und ist für Studierende und deren Anliegen die Anlaufstelle. Leider hat sie natürlich begrenzte Möglichkeiten, aber es scheint, als würde sie trotz all dem Stress immer ihr Bestes geben.

Pro: Inhalte

Kontra: Organisation, Belastung, Druck, Kritikunfähigkeit, keine Flexibilität, Hierarchien

Maria (14-25)

Karrierestufe: Student

Molekulare Biotechnologie

FH Campus Wien

Abschluss: Nein

Studienbeginn: 2017

Weiterempfehlung: Nein

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