Information, Medien & Kommunikation FH Burgenland

Will viel sein, ist aber nichts

Chris, 25.07.2017 Bericht archiviert

Information, Medien & Kommunikation

Bewertung des Autors
2.7 / 5
  • Studieninhalte 1.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 3.0 / 5.0
  • Dozenten 2.0 / 5.0
  • Organisation 1.0 / 5.0
  • Ausstattung 4.0 / 5.0
  • Campusleben 5.0 / 5.0
Der Studiengang rühmt sich damit eine gute Mischung aus Praxis und Theorie zu bieten. Das trifft leider nur auf sehr wenige Vorlesungen zu. Leider glaubt die Organisation, dass ein Student ideal auf das echte Leben vorbereitet zu sein, wenn man gleichzeitig Informatiker, Journalist, Bibliothekar, Prozessmanager, Projektmanager, Fotograf, Marketingexperte und Kommunikationswissenschaftler ist. Klingt ja in der Theorie nicht schlecht, Fakt ist aber, dass man am Schluss nichts von den oben genannten ist. Schon im dritten Semester wird einem klar, dass alle aufgegriffenen Themen nicht mehr weiter behandelt werden und man überall nur an der Oberfläche kratzt. Das geht sogar so weit, dass ich als ehemaliger Student behaupten kann, dass ich bei einigen Fächern nicht einmal Basiswissen erlangt habe. Um wirklich in ein Fach eintauchen zu können muss man sich selbst (fern vom Curriculum) intensiv mit dem Fach auseinandersetzen. Viele der Vorlesungen sind auch völlig sinnlos. So kann man beispielsweise das gesamte vierte Semester komplett vergessen, da weder der Stoff interessant ist, noch die Dozenten den Eindruck vermitteln, dass sie das Vorgetragene für sinnvoll halten. Eine leider gängige Praxis unter den Dozenten war es, einmalig minimales Theoriewissen einzukippen um anschließend den Rest der Zeit mit Gruppenarbeiten zu füllen. Nicht selten wurde das gesamte "Skriptum" zum Fach in Form von Handouts zu dämlichen, sich immer wiederholenden Referaten zusammengestellt. Die Administration des Studiengangs ist eine absolute Frechheit. Ich wurde unzählige Male mit wirklich frechen Mails behelligt, die ich mir keinesfalls bieten lassen müssen sollte. Auch der Beginn des Studiums ist für viele von uns irritierend gewesen. Die Erwartungshaltung, die die Homepage schürt wird keinesfalls eingehalten. Nicht einmal wurde Marketing behandelt. Social Media Experte ist man nur dann wenn man die vielen sinnlosen Vorlesungen damit verbracht hat heimlich Online-Academies zu machen und Mediendesigner ist man auch nur dann, wenn man mit 2-4 Stunden Erfahrung mit Photoshop den Mut hat sich als solcher zu bezeichnen. Die "Fachsprache" Englisch war auch eine Frechheit. Wenn ich etwas in 5 Semester Englisch gelernt habe, dann wie man Multiple-Choice-Tests ausfüllt. Feedback zu diesem Missstand wurde sowohl von den ständig wechselnden Dozenten, der Bereichsleitung und dem Studiengangsleiter schlicht ignoriert. Der Studiengangsleiter ist jedoch ansonsten sehr bemüht und geht weitestgehend auf das Feedback seiner Studenten ein. Hut ab. Das berufsbegleitende Studium ist wirklich für Berufstätige gedacht. Da versprechen andere Institutionen wesentlich mehr und liefern schlechtere Ergebnisse ab. Die Bibliothek ist grandios und bietet genau das was man braucht+ ein bisschen mehr. Das Tollste an der Sache ist aber folgendes: Die Institution FH Burgenland rühmt sich damit jedes Fach und jeden Dozenten stets zu evaluieren. Das stimmt auch, tatsächlich wurden wir kurz vor Abschluss des Faches mit einem Evaluierungsbogen behelligt. Was aber die Organistation nicht bedenkt ist, dass man spätestens nach der 10 Evaluierung keine Lust mehr hat, die immer gleichen Fragen zu beantworten. Das System ermüdet schlicht und einfach irgendwann und die Methode wird wertlos. So kommt es auch, dass nahezu alle Vorlesungen Bestnoten bekommen und dementsprechend auch nicht mehr verändert werden. Klar, im Grunde die Schuld der Studierenden, wenn sie diese Chance nicht nutzen. Ich kann von mir aber mit erhobenen Hauptes behaupten, dass ich mir immer die Zeit genommen habe ausführliches Feedback zu geben. Man geht aber als einzelner Student in der Masse an Desinteressierten einfach unter. Schade, der Gedanke wäre ja ein nobler. Lustig daran ist aber, dass man sich als Studiengang am Schluss nicht die Zeit nimmt, den Studiengang als Ganzes zu evaluieren. Da würde nämlich dann nämlich genau das drinnen stehen was hier zu lesen ist.

Pro: Super Infrastruktur

Kontra: katastrophale Organisation, versucht zu viel zu sein und ist damit nichts richtig, teils wertlose Vorlesungen

Chris (26-30)

Karrierestufe: Manager

Information, Medien & Kommunikation

FH Burgenland

Abschluss: Ja

Studienbeginn: 2014

Weiterempfehlung: Nein

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