Journalismus und Medienmanagement FH Wien

Viel Praxis, anderes kommt zu kurz

A., 10.05.2019

Journalismus und Medienmanagement

Bewertung des Autors
3.7 / 5
  • Studieninhalte 3.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 3.0 / 5.0
  • Dozenten 4.0 / 5.0
  • Organisation 2.0 / 5.0
  • Ausstattung 5.0 / 5.0
  • Campusleben 5.0 / 5.0
Man sollte sich gut informieren, bevor man dieses Studium beginnt und sich darüber im Klaren sein, dass es KEINE akademische Ausbildung ist (soll heißen, kritisches und analytisches Denken wird fast nicht gelehrt, auch grundlegende Zusammenhänge gesellschaftlicher Phänomene werden nicht unterrichtet, insgesamt bleibt alles, was nicht MedienPRODUKTION ist, sehr sehr oberflächlich). Wer tatsächliches Faktenwissen und Verständnis sucht, ist an der FH Wien am falschen Ort. Es ist – mit viel Aufwand und Stress – möglich, ein universitäres Zweitstudium daneben zu absolvieren, um auch analytisches und kritisches Denken (und einfach Faktenwissen) zu erhalten. Die Theoriefächer, die man im Lauf des Studiums hat, sind sehr random zusammegewürfelt und bleiben oft – wie gesagt – nur oberflächlich. Manchmal entsteht der Eindruck, dass die DozentInnen sich selbst nicht besonders gut auskennen. Was die Medienproduktion angeht, ist die FH Wien (und insbesondere dieser Studiengang) allerdings sehr gut. Im Radio- und TV-Studio wird praktisch in allen Semester eigenverantwortlich produziert, die DozentInnen sind sehr gut und man fühlt sich gut betreut. Auch in den Genres Print und Online sind die Lehrveranstaltungen sehr gut. Am Campus und innerhalb der Kohorten ist die Stimmung sehr gut, man findet durch die Struktur der Kohorten schnell anschluss – sozial ist die FH Wien top. Andererseits muss man auch dazu sagen, dass ein starker Wettbewerbsdruck und Konkurrenzkampf da ist, was bei vielen Studierenden zu Stress führt. Man wird indirekt dazu aufgefordert, (Pflicht-)Praktika für wenig oder kein Geld zu machen. Nachdem die meisten Studierenden das auch tun, ist es sehr schwierig, diesem Druck standzuhalten. Kurz gesagt: Wer die Dinge kritisch sehen möchte und verstehen möchte, wie die Gesellschaft funktioniert (was man als JournalistIn ja eigentlich sollte), der ist an der FH Wien vermutlich am falschen Ort. Auch ohne dieses Studium ist es möglich, in Österreich/Wien in das Berufsfeld Journalismus einzusteigen. Für manche ist diese extrem praktische Ausbildung perfekt, andere sind vermutlich an der Publizistik/Uni Wien besser dran.

Pro: Sehr praktisch orientiert

Kontra: Überhaupt gar keine Theorie, kein analytisches und kritisches Denken, vieles bleibt oberflächlich

Abschluss: Ja

Studienbeginn: keine Angabe

Weiterempfehlung: Ja

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