Journalismus und Medienmanagement FH Wien

Auf keinen Fall zu empfehlen

L., 25.03.2020

Journalismus und Medienmanagement

Bewertung des Autors
2.5 / 5
  • Studieninhalte 1.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 1.0 / 5.0
  • Dozenten 1.0 / 5.0
  • Organisation 4.0 / 5.0
  • Ausstattung 5.0 / 5.0
  • Campusleben 3.0 / 5.0
Ich kann jedem Interessierten von diesem Studienlehrgang nur abraten. Zwar ist die Werbung seitens der FH für das Studium wirklich gut und professionell gemacht, aber einmal im Studienprogramm angelangt, stellt man fest, dass die Lehrveranstaltungen fast ausschließlich auf unfassbar niedrigem Niveau sind. Dazu kommt eine Stimmung innerhalb der Klasse, die (vorsichtig formuliert) nicht gerade den Eindruck macht, als ob die Studierenden hier wirklich etwas lernen wollen. Viel mehr gewinnt man den Eindruck, dass es hier vielen nur darum geht, viel Spaß mit ihren neugewonnenen Freunden zu haben und sich eine schöne Zeit während der Ausbildung auf der FH zu machen. Der Aufnahmeprozess, der ganz am Anfang steht, vermittelt leider ein falsches Bild und täuscht definitiv über das tatsächliche Niveau, das dort herrscht – der Test ist mehrstufig aufgebaut und auch die Zahl der Interessierten (in der Regel mehrere Hundert auf 30-40 Plätze) machen den Eindruck, dass hier doch ein hohes Niveau eingefordert wird. Davon darf man sich jedoch nicht täuschen lassen, denn die danach folgenden Lehrveranstaltungen sind teilweise an Peinlichkeit nicht zu überbieten. In vielen Lehrveranstaltungen herrscht Stimmung wie in einer Unterstufenklasse, manche Lehrende setzen daher auch auf pädagogische Maßnahmen, um manche Kollegen zu besserem Benehmen aufzufordern(„komm unterm Tisch hervor und setz dich bitte hin“) oder machen manchmal zu Stundenanfang Klatschübungen mit der Klasse. Es wirkt daher vieles mehr wie 1.-6. Schulstufe als seriöser Hochschulbetrieb. Dazu passen auch das fast ausschließlich verwendete Du-Wort zwischen Lehrenden und „Studierenden“ (besser: Schülern) und die mangelnde Einstellung unter vielen Kollegen. Viele machen hier nicht den Eindruck, hochschultauglich zu sein. Anstatt etwas lernen zu wollen, herrscht in weiten Teilen der Klasse so eine Art „Schikurs-Stimmung“, wie man sie noch aus Schulzeiten kennt, natürlich auch mit dazugehörigem Teenie-Drama. Wenn man das als Erwachsener noch will, ist man dort sicherlich perfekt aufgehoben. Definitiv positiv hervorzuheben sind die Tatsachen, dass der Unterricht größtenteils in Kleingruppen abläuft, sowie die Tatsache, dass alle, wirklich alle Beteiligten sehr sehr nett zueinander sind. Man kann sich daher, wenn man das will, in der Klassengemeinschaft sehr aufgehoben fühlen. Auch die Studiengangsleitung verdient ein großes Lob, denn sie ist um alle sehr bemüht und zeigt großes pädagogisches Können. Der Unterricht an sich besteht, neben ganz wenig Englisch- und Wirtschaftsunterricht, vor allem aus dem Kennenlernen verschiedener journalistischer Techniken, aber alles bleibt, wie gesagt, sehr oberflächlich und auf erschreckend schwachem Niveau. Positiv ist dafür auch das Gebäude an sich; das Haus ist sauber und einladend-modern gehalten. Auch die Tatsache, dass man ein verpflichtendes Auslandssemester absolvieren muss, ist für diejenigen, die das möchten, sicher gut. Die Idee, die Ausbildung von Journalisten zu professionalisieren, ist berechtigt – leider kann dieser Studiengang dies in keinster Weise erfüllen. Das Niveau pendelt sich wohl irgendwo im Volkschul-/Unterstufen-Bereich an, man lernt sehr wenig und daher sind auch die teuren Ausbildungsgebühren von rund 2000 € für den Bachelor in keinster Weise zu rechtfertigen. Ich kann jeden, der im Medienbereich arbeiten will, nur davon abraten, sich dort einzuschreiben und ihm stattdessen empfehlen, an einer Universität zu studieren. Falls man das nicht will, ist wohl der direkte Berufseinstieg immer noch deutlich besser als dieser Studiengang. Wenn man sich aber mehrere Jahre lang eine schöne Zeit mit Freunden machen will, dann ist man an der FHWien der WKW sicherlich perfekt aufgehoben.

Pro: Spaß mit Freunden, selektiver Aufnahmetest, freundliche Studiengangsleitung, schönes Gebäude

Kontra: Katastrophales Niveau, viel zu teuer, fehlender Lernwille innerhalb der Klasse, Zeitverschwendung

Abschluss: Nein

Studienbeginn: keine Angabe

Weiterempfehlung: Nein

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