Ingenieurwissenschaften (Joint-Degree) Uni Salzburg

Hat mich viel Nerven gekostet!

Philipp, 03.05.2017 Bericht archiviert

Ingenieurwissenschaften (Joint-Degree)

Bewertung des Autors
2.2 / 5
  • Studieninhalte 3.0 / 5.0
  • Lehrveranstaltung 1.0 / 5.0
  • Dozenten 2.0 / 5.0
  • Organisation 1.0 / 5.0
  • Ausstattung 4.0 / 5.0
  • Campusleben 2.0 / 5.0
Negativ: - Quasi ein Etikettenschwindel: Der Studiengang wird zwar als MINT Studium (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) vermarktet, letztlich fehlen allerdings der Informatik- und Technik-Anteil. Der Großteil der Lehrveranstaltungen zielen als Vorbereitung auf den weiterführenden materialwissenschaftlichen Masterstudiengang „Chemistry and Physics of Materials“ ab. Im Laufe meines Studiums wurden mehrere Informatik- und Technik-Veranstaltungen restlos gestrichen und durch naturwissenschaftliche Fächer ergänzt. - Großteils unmotivierte und unprofessionelle Professoren: Die meisten Vorlesungen sind langweiliges „runterlesen“ der Skripten oder Folien. Prüfungsnoten dauern, obgleich nur wenige Studenten, teilweise Monate bis sie veröffentlicht werden. Man hat oft den Eindruck, dass Klausur- oder Protokoll-Noten willkürlich vergeben werden. - Blockierung: Man hat sehr oft das Gefühl, dass den Studenten an jeder Ecke Steine in den Weg gelegt werden. Unnötiger Bürokratieaufwand, wie das Abgeben eines „Prüfungspasses“ am Ende des Studiums, bei den alle Klausuren mit Datum und Noten händisch eingetragen werden müssen, obwohl diese alle im System zu finden sind, gehen tierisch auf die Nerven und verursachen nur Probleme! Des Weiteren musste ich zum Beispiel fast zwei Monate auf die Bewilligung meiner Bachelor-Arbeit warten. Sehr oft ist man quasi auf die Tagesverfassung der zuständigen Professoren angewiesen und diese ist sehr oft sehr schlecht! - Niemand fühlt sich zuständig: Da es sich bei dem Studiengang um einen Joint-Degree im Zusammenarbeit mit der TU München handelt, habt Ihr das Vergnügen, zwei Semester in München zu studieren. Dieses „Outsourcen“ der Lehrveranstaltungen bringt allerdings mehr Nachteile als Vorteile mit sich. Ihr müsst euch selbständig um die Beschaffung einer Wohnung in München kümmern. Weitaus schlimmere ist allerdings die Tatsache, dass Ihr am Ende eures Studiums exmatrikuliert werden könnt! Während meines Studiums wurde uns PLÖTZLICH mitgeteilt, dass wir maximal 5 Semester in München studieren dürfen, ansonsten droht Studienausschluss ohne Abschluss! Fünf Semester hört sich zwar nach viel an, allerdings werden Klausuren an der TUM nur einmal im Semester angeboten. Wer durchfällt, wartet ein halbes Jahr! In meinen Jahrgang wurden mehrere Leute Opfer dieser Regelung und studierten quasi 4 Jahre umsonst. Von Salzburger-Seite gab es dazu leider keine Stellungnahme. - Regelstudienzeit: Das Studium sieht regulär 7 Semester (3 1/2 Jahre) vor. Da die meisten Studenten mit den Prüfungen in München Probleme haben und diese nur einmal im Semester angeboten werden, ist ein Abschluss in Regelstudienzeit nur schwer möglich. Üblicherweise benötigen die meisten Studenten 8 Semester statt 7 Semester für den Bachelor. Positiv: - Salzburg: Die Stadt ist sehr schön und gemütlich! Einen Campusleben gibt es leider nicht, da die verschiedene Fachbereiche über die ganze Stadt verteilt sind. Wer aus einer Großstatt kommt, wird allerdings mit dem „Nichtangebot“ an Aktivitäten und den unzuverlässigen öffentlichen Verkehrsmitteln seine Probleme haben. Es empfiehlt sich der Kauf eines Rades, womit Ihr in Salzburg durch unzählige Radwege schnell von A nach B kommt. - Aufnahme an der TU München: Nach Abschluss des Bachelor Studienganges werden die meisten Studenten für den Maschinenwesen-Master an der TUM zugelassen. Oftmals hat man das Gefühl, dass ein Großteil der deutschen Studenten genau diesen Umstand ausnutzt! - Viele Übungen mit Anwesenheitspflicht: Vor allem in Mathematik bekommt Ihr eine umfassende Ausbildung. Durch ständiges Bearbeiten von Übungsblättern und das Vorstellen der Aufgaben an der Tafel bekommt man ein gewisses Gefühl für das Lösen von Aufgaben. Fazit: Sollte der Bachelor-Studiengang „Materialwissenschaften“ heißen, wäre ich damit Einverstanden, da man weiß woran man ist! Ansonsten rate ich dringend vom Studieren dieses Studienganges ab. Sucht euch für eine Ingenieurausbildung lieber einen etablierten Studiengang auf einer größeren Universität (TU) oder einer FH, damit erspart Ihr euch viel Ärger.
Philipp (14-25)

Karrierestufe: Student

Ingenieurwissenschaften (Joint-Degree)

Uni Salzburg

Abschluss: Ja

Studienbeginn: 2012

Weiterempfehlung: Nein

5756 mal gelesen - Bericht für 97% hilfreich
War dieser Erfahrungsbericht hilfreich? 160 5 Warning Icon

Diesen Erfahrungsbericht kommentieren (nur für Hochschulen)

Neu auf StudyCheck.at?

Fordern Sie jetzt einen kostenlosen Account für
Ihre Hochschule an und kommentieren Sie Ihre Erfahrungsberichte.

Einfach anrufen unter Tel. 0221-5000310
oder eine E-Mail schreiben an Account@StudyCheck.at.

Ihre Hochschule hat bereits einen Acccount?

Jetzt einloggen.

Aktuelle Bewertungen des Lehrgangs

Chaosstudium mit unmotivierten Professoren 2.3 / 5.0
Ein guter Studiengang für vielseitig Interessierte 4.2 / 5.0
Breit aufgestelltes Technikstudium 4.0 / 5.0
Anspruchsvolles, fächerübergreifendes Studium 4.5 / 5.0
Bachelorstudium mit vielen Perspektiven 4.0 / 5.0
Chronologie der Kuriositäten 1.8 / 5.0
Chemistry and Physics of Materials? 2.0 / 5.0
Erfahrungen mit dem Double degree Ingenieurwissenschaft 3.7 / 5.0
Empfehlenswertes breit aufgestelltes Studium 4.3 / 5.0
Marathonlauf in Naturwissenschaften/Maschinenbau 4.2 / 5.0